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Glossar

In unserem Glossar erläutern wir Ihnen kurz und bündig wichtige Begriffe, die mit dem Erbrecht zusammenhängen.

  • Amtliche Liquidation

    Ist der Nachlass möglicherweise überschuldet, kann der Erbe (sofern kein Miterbe die Erbschaft angenommen hat) innert drei Monaten die amtliche Liquidation verlangen. Auch den Gläubigern des Erblassers steht dieses Recht zu. Wird die Erbschaft amtlich liquidiert, haften die Erben nicht für die Schulden der Erbschaft. Alternativen zur amtlichen Liquidation sind namentlich die Ausschlagung oder das öffentliche Inventar.

  • Ausgleichung

    Gemäss Art. 626 Abs. 2 ZGB haben die Nachkommen eines Erblassers alles zur Ausgleichung zu bringen und sich an ihren Erbanteil anrechnen zu lassen, was sie vom Erblasser zu Lebzeiten empfangen haben. Dazu zählen beispielsweise Erbvorbezüge oder Schenkungen in Form von Liegenschaften, Gegenständen oder Geldbeiträgen. Mit einem Testament oder Erbvertrag hat der Erblasser die Möglichkeit, einzelne Nachkommen zu begünstigen und von der Ausgleichungspflicht zu entbinden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass keine Pflichtteile verletzt werden.

  • Ausschlagung

    Die Erbschaft, d.h. Aktiven und Passiven des Erblassers, gehen mit dem Tod von Gesetzes wegen auf die Erben über. Für Schulden haften die Erben solidarisch. Zur Vermeidung dieser Rechtsfolge kann jeder Erbe die Erbschaft ausschlagen. Daneben stehen ihm die Möglichkeiten offen, das öffentliche Inventar oder die amtliche Liquidation zu verlangen. Möchte man das Erbe ausschlagen, darf man sich nicht in die Erbschaftsangelegenheiten einmischen und keine Erbbescheinigung verlangen.