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Grundzüge des Schweizer Erbrechts

Erbteil, Pflichtteil, verfügbare Quote und Erbengemeinschaft: Diese Begriffe sind untrennbar mit dem Erbrecht verbunden. Dieses bestimmt in den Artikeln 457 bis 640 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB), wer die gesetzlichen Erben sind und wieviel diese bei der Teilung des Nachlasses erhalten, wenn der Erblasser nichts vorkehrt.

Wer erbt?

Zum einen erbt nach dem schweizerischen Erbrecht der Ehepartner beziehungsweise der eingetragene Partner. Zum anderen erben die Blutsverwandten, wobei das Gesetz auf der Stammesordnung, auch Parentelenordnung genannt, beruht. In diesem Zusammenhang wird von gesetzlichen Erben gesprochen.

Pflichtteil und frei verfügbare Quote

Hinterlässt ein Erblasser einen Ehegatten bzw. eingetragenen Partner, Nachkommen und/oder Eltern, steht diesen eine Mindestquote am Nachlass zu, die ihnen gegen ihren Willen grundsätzlich nicht entzogen werden kann. Dieser Mindestanteil wird „Pflichtteil“ genannt. Über den restlichen Nachlass kann der Erblasser frei verfügen. Dieser Teil wird „frei verfügbare Quote“ genannt.

Ehevertrag, Erbvertrag und Testament

Mit diesen Instrumenten können vom Gesetz vorgesehene Teilungsregeln anders gestaltet werden. So können beispielsweise gesetzliche Erben auf den Pflichtteil gesetzt und die verfügbare Quote in Form von Vermächtnissen anderen Personen und Institutionen zugewiesen werden.

Weiterführende Informationen

  • Im Beobachter-Ratgeber „Testament, Erbschaft“ von Dr. Benno Studer wird anhand vieler praktischer Beispiele aufgezeigt, wie das Schweizer Erbrecht funktioniert (zum Beobachter-Ratgeber).
  • In unserem Glossar auf dieser Webseite werden Ihnen die wichtigsten Begriffe des Erbrechts erläutert.